Weiterbildung mit Zertifikat
Systemischer Deeskalationscoach (SyDC)
Berufsbegleitende Weiterbildung · 4 zweitägige Präsenzeinheiten · Projektarbeit · Zertifikat über anerkannte Bildungsträger.
Wenn Kinder und Jugendliche Gewalt ausüben – nicht nur körperlich, sondern gerade auch psychisch/verbal – sind klare Grenzen angemessen.
In der Weiterbildung zum Systemischen Deeskalationscoach lernen die Teilnehmenden, wie konfrontative Pädagogik auf Grenzüberschreitungen und Provokationen antwortet — ohne mit einem klaren Nein zum Verhalten das eindeutige Ja zum Kind oder Jugendlichen aufzugeben.
Die berufsbegleitende Zusatzqualifikation bündelt verschiedene Methoden der konfrontativen Pädagogik zu einem praktikablen Arbeitsstil. Das Konzept berücksichtigt auch Organisationsentwicklung — ein abgestimmter Ordnungsrahmen zur Prävention aggressiver Verhaltensweisen ist Teil des Programms. Oberstes Ziel ist die Opfervermeidung.
Rahmen
Die Bausteine der Weiterbildung
Jeder Baustein ist einzeln oder als Gesamtpaket buchbar (innerhalb von 2 Jahren). Für das Zertifikat müssen alle Bausteine sowie die Projektarbeit in der eigenen Einrichtung abgeschlossen werden.
Professioneller Umgang mit herausforderndem und grenzverletzendem Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt steht der ANKER: Achtsamkeit, Nähe, Klarheit, Eigenverantwortung und Respekt als fünf Prinzipien pädagogischer Haltung. Dazu der gute Grund hinter Verhalten, die Bedeutsamkeit von Regeln, Körpersprache und Kommunikationsdynamiken im Konflikt sowie Grenzsetzung, ohne die Beziehung abzubrechen.
Zielgruppe: pädagogische Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe, Hilfen zur Erziehung, Schule, Schulsozialarbeit und offener Kinder- und Jugendarbeit.
Die körperliche Auseinandersetzung ist eine kindgemäße Handlungsweise — Kinder treten dabei in direkten Körperkontakt und stillen Urbedürfnisse: Nähe und Berührung, die eigenen Kräfte entwickeln und Grenzen austesten, sich mit einem Gegenüber messen, den eigenen Körper in Bewegung erleben.
Im verantwortungsvollen, regelbewussten Ringen und Raufen lernen Kinder und Jugendliche den Umgang mit eigener und fremder Aggression, das Verarbeiten von Sieg und Niederlage, Selbstdisziplin und Rücksichtnahme. Immer fair, nach Regeln, ohne Verletzungen.
Die drei Grundregeln:
- Jeder Kampf wird an- und abgegrüßt.
- Alles, was nicht weh tut, ist erlaubt.
- Stopp ist Stopp!
Erste Hilfe am Kind, zugeschnitten auf den pädagogischen Alltag: Was ist zu tun, wenn ein Kind durch Unfall oder Gewalt zu Schaden kommt? Neben den offiziellen, von Berufsgenossenschaft und Unfallkasse geforderten Inhalten gibt es leicht anwendbare Techniken, Tipps und Tricks aus der Praxis der Notfallsanitäter.
Je nach Lage kann es bis zu 12 Minuten dauern, bis ein geeignetes Rettungsmittel vor Ort ist.
Zertifizierung nach Berufsgenossenschaft und Unfallkasse inklusive. Website: www.save-kids-life.de
Abenteuer- und Erlebnispädagogik nutzt Gruppen-Erfahrungen vornehmlich in der Natur (Wald, Gebirge, Gewässer), um Persönlichkeit und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Die pädagogischen Fachkräfte erfahren den Wert abenteuerpädagogischer Elemente und wie sie den Transfer dieser Erfahrungen in den Praxisalltag gestalten.
Neben gruppendynamischen Spielen und Übungen kommt die tiergestützte Pädagogik zum Einsatz — zum Beispiel mit Hunden, Pferden und Alpakas (optional).
Eine wesentliche Basis der Traumapädagogik ist eine Grundhaltung, die das Wissen um die Folgen von Traumatisierung und biografischen Belastungen berücksichtigt und ihren Schwerpunkt auf die Ressourcen und Resilienz der Mädchen und Jungen legt. Fundament ist eine wertschätzende und verstehende Haltung — die Annahme des „guten Grundes“.
Die Frage lautet in der Traumapädagogik nicht „Warum hast du das getan?“, sondern: „Wofür war dein Handeln wichtig?“
Konfliktbewältigung durch klare Haltung und Souveränität: methodischer Umgang mit schwierigen Situationen, zielführende Kommunikation und der bewusste Umgang mit Kommunikationsdynamiken im Konflikt. Theoretische Grundlage ist die konfrontative Pädagogik mit dem KEB-Kommunikationsmodell nach Rhode und Meis, vertieft in Situationstrainings.
Verbale, körpersprachliche und körperliche Verteidigung — mit den „sanften Mitteln der Selbstverteidigung“, die zur Anwendung kommen, wenn herkömmliche Deeskalationstechniken nicht mehr ausreichen.
Leitung & Referenten
Häufige Fragen zur SyDC-Weiterbildung
Was kostet das?
Dazu steht hier bewusst keine Zahl: Die Konditionen hängen vom Umfang, von der Gruppengröße und von der Anfahrt ab. Schildern Sie mir kurz Ihre Situation, dann bekommen Sie von mir eine konkrete Einschätzung.
Für individuelle Teilnehmende ist in vielen Fällen der Bildungsscheck NRW einsetzbar.
Konditionen anfragen →Weiterbildung anfragen.
Zulassung nach schriftlicher Anmeldung. Ich melde mich so schnell wie möglich und kläre mit Ihnen Termin, Ort und Finanzierung.